Die häufigsten Fehler bei
der Veröffentlichung einer Dissertation
Die meisten Doktoranden haben nur wenig Erfahrung auf dem Verlagsgebiet,
müssen sich aber für einen Verlag entscheiden, um ihre Dissertation zu
veröffentlichen. Welcher Verlag ist der richtige? Im Internet finden sich viele
Verlage, die sich auf wissenschaftliche Bücher spezialisiert haben und neben
seriösen Verlagen leider auch einige schwarze Schafe. Autoren können bei der
Wahl des Verlags Fehler machen, die sich langfristig auswirken. Worauf sollten Sie
achten, welche Fehler sollten Sie vermeiden?
Diese Homepage wird vom Tectum Verlag betrieben, ist also keine streng
neutrale Information. Dennoch sind wir der festen Überzeugung, dass die
folgenden Kriterien tatsächlich sehr wichtig sind bei der Beantwortung der
Frage, worauf man bei der Verlagswahl unbedingt achten und welche Fehler man
vermeiden sollte. Wenn man sich die Punkte erst einmal bewusst gemacht hat, sind
sie zudem auch leicht nachvollziehbar.
Grundsätzlich gilt: Holen Sie sich mehrere Angebote von Verlagen ein und
vergleichen Sie diese dann genau. Ein Angebot vom Tectum Verlag erhalten Sie hier.
Die häufigsten Fehler bei der Veröffentlichung einer Dissertation
und bei
der Verlagswahl:
Ist der Verlag zu klein oder wurde er gerade erst gegründet?
Ihr Verlag sollte über langjährige Erfahrung verfügen. Es
sollte kein Neuverlag sein, denn dann ist die Gefahr besonders groß, dass er
bald wieder schließt (z.B. weil der Inhaber dann doch noch die erhoffte volle
Stelle irgendwo gefunden hat). Der Verlag soll auch über mehr als 1-2
Mitarbeiter verfügen, damit auch personell eine effektive Werbung gemacht
werden kann. Ist der Verlag zu klein und macht er zu wenige Titel pro Jahr,
wird die Werbung für einzelne Titel für ihn zu kostspielig.
Veröffentlicht der Verlag zu viele Titel pro Jahr?
Bei Verlagen, die damit werben, dass sie mehrere Tausend Titel pro Jahr
veröffentlichen, handelt es sich meist um gar keine richtigen Verlage, sondern
lediglich um als Verlage getarnte Internet-Datenbanken. Von solchen können Sie
keine Verlagsdienstleistungen wie effektive Werbung oder persönliche Betreuung
erwarten. In der Regel werden bei solchen "Verlagen" auch Bücher
überhaupt erst auf Bestellung gedruckt und zu völlig überhöhten Preisen
verkauft.
Sind die Ladenpreise des Verlags zu hoch?
Vermeiden Sie Hochpreisverlage, die selbst Arbeiten mit nur wenigen
Seiten für 50 Euro oder noch teurer anbieten. Mit einem zu hohen Ladenpreis
machen Sie sich als Autor unbeliebt, und die ohnehin schon niedrige Nachfrage
nach wissenschaftlichen Titeln wird noch geringer. Auch Bibliotheken halten sich
bei sogenannten Mondpreisen eher zurück. Autoren wird zuweilen im Vorfeld der hohe
Ladenpreis verschwiegen und sie erfahren ihn erst, wenn das Buch fertig ist.
Will der Autor dann vielleicht in ein paar Jahren selber noch Exemplare seines
eigenen Buches erwerben, muss er dann oft fast eben so hohe Preise zahlen.
Wirbt der Verlag aggressiv mit einem hohen Autorenhonorar?
Werbung mit einem hohen Autorenhonorar ist im wissenschaftlichen
Bereich unseriös. Denn wissenschaftliche Titel verkaufen sich naturgemäß eher
schlecht. Die meisten wissenschaftlichen Autoren überschätzen zudem die
Absatzmöglichkeiten ihrer Arbeit. Lassen Sie sich deshalb nicht von einem hohen
Autorenhonorar ködern. Rechnen Sie sich nicht reich! Machen Sie sich von der
Vorstellung frei, Sie könnten mit dem Verkauf des Buches etwas verdienen. Dies
ist in den meisten Fällen unrealistisch, zumal in Verbindung mit einem hohen
Ladenpreis. Unseriös ist es auch, wenn Ihnen statt eines Autorenhonorars
Büchergutscheine angeboten werden.
Die Vorteile eines eigenen Buches liegen nun wirklich nicht im finanziellen
Bereich, sondern in dem Renommee, das ein schönes Buch in einem guten Verlag
über die Jahre oder gar Jahrzehnte für Sie bringt.
Wirbt der Verlag aggressiv mit einer angeblich kostenlosen
Veröffentlichung?
Werden Sie nicht zum Schnäppchenjäger. Nirgendwo ist dies weniger
angebracht als beim eigenen Buch, dass Sie noch jahrzehntelang begleiten wird.
Seien Sie besonders vorsichtig bei Verlagen, die angeblich alles
kostenlos veröffentlichen. Kein anerkannter und seriöser Verlag wird z.B. eine
Doktorarbeit kostenlos veröffentlichen können (Ausnahmen bei besonders
interessanten Arbeiten sind natürlich möglich). Zudem finden sich im Kleingedruckten dann doch oft hohe Kosten, z.B. wenn der Autor selbst einige
Exemplare seiner eigenen Arbeit jetzt oder später erwerben will. Doch als
Doktorand z.B. benötigen Sie immer einige Exemplare Ihrer Arbeit für die
Universität oder zum Verschenken an Freunde und Verwandte. Seriöse Verlage
arbeiten anders.
Wichtiger als einmalige Kosten ist für Sie, dass Ihr Buch gut gemacht ist und
es bei einem guten Verlag herauskommt, der sich wirklich um das Buch kümmert.
Dieser Nutzen ist für Sie nachhaltiger als jede kurzfristige Ersparnis.
Ist der Autorenzuschuss zu hoch?
Vor allem bei angesehenen Fachverlagen müssen Sie in der Regel einen
besonders hohen Zuschuss zahlen, um Ihre Dissertation dort veröffentlichen zu
können. Streng genommen sind das dann gar keine Zuschüsse mehr, denn die
geforderten Beträge liegen oft um ein Mehrfaches über den eigentlichen
Druckkosten für das Buch. Der Autor finanziert dem Verlag sozusagen den Gewinn, der
durch den Verkauf des Buches nicht zustande kommt. Auf solche Weise
kommen dann auch recht spezielle Bücher bei guten Verlagen unter. Auch
Professoren, die eine solche Arbeit geschrieben haben, kaufen sich so quasi
in einen Verlag ein. Da Professoren und Verlage dies jedoch wissen, und es sich
wie gesagt um angesehene und seriöse Verlage handelt, ist gegen diese Praxis im
Prinzip zwar nichts zu sagen. Als Erstautor und ohne Karriereambitionen im
wissenschaftlichen Bereich sollten Sie sich aber überlegen, ob es für Sie Sinn
ergibt, 3000, 5000 oder gar 10000 Euro für die Veröffentlichung zu zahlen.
Hat der Verlag eine Werbeabteilung?
Vergewissern Sie sich, dass Ihr Verlag auch wirklich Werbung für
seine Bücher macht. Dies ist bei der Veröffentlichung von Dissertationen etc.
durchaus nicht sicher (!), denn da sich wissenschaftliche Bücher nur sehr
schlecht verkaufen, verzichten Verlage hier eher auf Werbeaktivitäten und
machen statt dessen lieber weitere neue Bücher. Versendet der Verlag also z.B.
Neuerscheinungskataloge, Fachbereichsübersichten und Programmvorschauen an
Bibliotheken und Buchhandlungen? Hat der Verlag eigene Mitarbeiter für die
Werbung? Versendet er Neuerscheinungshinweise und Rezensionsexemplare an
Zeitschriften und Rezensenten? Prüfen Sie die Informationsunterlagen der
Verlage daraufhin, ob sie auf Werbeaktivitäten hindeuten. Bei Verlagen, die
sich damit rühmen, pro Jahr mehrere Tausend Titel zu veröffentlichen, können
Sie sich denken, dass diese keine Werbung machen können (und oft auch nicht
wollen). In einem solchen Verlag sollten Sie Ihr Buch besser nicht
veröffentlichen.
Veröffentlicht der Verlag auch Seminararbeiten?
Besonders als Verlage getarnte Internetdatenbanken veröffentlichen
alles, was sie kriegen können, also z.B. auch Seminararbeiten oder gar
Schüleraufsätze. Oft dazu auch noch gänzlich unwissenschaftliche Literatur
wie Belletristik, Lyrik oder Lebenserinnerungen von bisher Unbekannten. Ein
solcher Verlag ist schlecht für das Renommee Ihrer Arbeit und damit für Sie.
Können Sie Einfluss auf die Covergestaltung nehmen?
Hier müssen Sie unterscheiden, denn auch seriöse Verlage lassen
sich oft nicht in die Covergestaltung hereinreden, die normalerweise Sache des
Verlags ist. Viele Verlage produzieren aber Cover, die immer gleich aussehen,
weil dies eben einfacher und für den Verlag billiger ist. Haben Sie den
Eindruck, dass Ihr Buch einfach durchgeschleust werden soll? Oder gibt man Ihnen
die Möglichkeit, selbst Einfluss auf die Gestaltung Ihres Buches zu nehmen?
Und Sie sollten sich die Cover des Verlags einmal genau ansehen. Sind Sie
individuell und abwechslungsreich gestaltet? Passen die Bilder zum Titel? Wirken
sie auf Sie eher interessant oder eher langweilig? Achten Sie darauf, denn Ihr
Buch wird zu Ihrer Visitenkarte werden.
Besondere Vorsicht ist natürlich geboten, wenn Sie selber das Cover erstellen
oder aus einigen vorgegebenen Mustern aussuchen sollen. Dreist ist es, wenn von
Ihnen erwartet wird, dass Sie die Dateien hierzu selbst erstellen und auf den
Server des Verlags hochladen sollen. Hier ist die Gefahr gegeben, dass
überhaupt keine inhaltliche und formale Kontrolle mehr stattfindet. Nicht nur
dass der "Verlag" klassische Verlagsarbeiten auf den Autor abzuwälzen
versucht; der Autor ist dann auch noch selbst schuld, wenn es zu Fehlern oder hässlichen
Büchern kommt.
Bietet der Verlag auch Hardcover an?
Sie veröffentlichen vielleicht nur ein einziges Buch in Ihrem Leben.
Umso mehr sollten Sie deshalb darauf achten, dass dieses möglichst gut
aussieht. Wir empfehlen eine Hardcoververöffentlichung, denn ein Hardcover
macht einfach mehr her. Früher war dies für spezielle Arbeiten einfach zu
teuer, doch heute können auch Bücher in kleinen Auflagen als Hardcover
veröffentlicht werden. Ihr Verlag sollte so etwas anbieten können.
Bietet der Verlag
potenzielle Hilfestellung an?
Beim ersten Buch haben viele Autoren noch Probleme mit dem Text und
der Formatierung. Bietet der Verlag von sich aus z.B. Neuformatierungen oder ein
Korrektorat an? Oder sollen Sie alles alleine erstellen und liefern. Letzteres
deutet darauf hin, dass der Verlag auch sonst keine gute Autorenbetreuung hat.
Ist der Verlag auch telefonisch für Sie erreichbar?
Diese Frage mag seltsam erscheinen, aber es gibt durchaus Verlage,
die telefonische Anfragen als hinderlich für den Betriebsablauf empfinden
(und dafür im Internet sogar noch Verständnis erwarten). Oder die Betreuung
endet, sobald die Arbeit veröffentlicht ist. Dabei ist das Verhältnis Autor
- Verlag auf eine lange Dauer angelegt. Sie sollten darauf vertrauen
können, dass Sie sich auch noch nach Jahren an Ihren Verlag wenden können
und dieser z.B. eingehende Rezensionen tatsächlich an Sie weiterleitet.
Versendet der Verlag Rezensionsexemplare?
Versendet der Verlag von sich aus Rezensionsexemplare und
Neuerscheinungsmitteilungen? Oder sind (wie bspw. bei PrintOnDemand-Verlagen) gar
keine Rezensionsexemplare verfügbar (weil kein eigenes Buchlager vorhanden),
die versandt werden könnten. Statt dann ein Rezensionsexemplar drucken zu
lassen und dem Rezensenten zuzusenden, erhält dieser oft nur eine Datei der
Arbeit. Das ist ein Skandal, denn natürlich wird sich kaum ein Rezensent am
Bildschirm Ihr Buch ansehen wollen. Rezensenten werden so abgeschreckt und ein
wichtiges Werbemittel für Ihr Buch fällt aus.
Handelt es sich um einen PrintOnDemand-Verlag?
Vorsicht bei PrintOnDemand-Verlagen! Hier gibt es keine
Erstauflage, es werden nur Exemplare gedruckt, wenn tatsächlich eine
Bestellung vorliegt. PoD-Verlage haben viele der schon beschriebenen
Nachteile: viel zu hohe Ladenpreise, (deshalb) nicht eintreffende
Autorenhonorarversprechungen, kein eigenes Buchlager, daher erschwerter und
teurer Rezensionsversand (wenn er überhaupt stattfindet, denn jedes
Rezensionsexemplar muss ja extra und teuer on demand gedruckt werden). Hinzu
kommen teure Autorenexemplare, geringes Ansehen im Buchhandel und an den
Universitäten, da fast alles veröffentlicht wird. Die Werbung fehlt, da zu
viele Titel bei zu wenigen Mitarbeitern nur durchgeschleust werden. Es fehlen
selbst elementare Verlagsdienstleistungen, wie die Meldung beim Verzeichnis
lieferbarer Bücher oder die Abgabe von Pflichtexemplaren bei der Deutschen
Bibliothek. Es geht PoD-Verlagen in erster Linie nur darum, möglichst viele
Titel (mehrere Tausend Titel pro Jahr) mit möglichst wenig Aufwand lieferbar
zu machen. Autorenbetreuung wird dabei als Kostenfaktor empfunden.
Man kann also bei der Wahl des Verlags einiges falsch machen.
Prüfen Sie
deshalb genau, für welchen Verlag Sie sich entscheiden. Sinnvoll ist es auf
alle Fälle, sich über das Internet mehrere Angebote von Verlagen einzuholen. Schon der Vergleich der Angebotsunterlagen sagt viel darüber aus, wie
ein Verlag einzuschätzen ist und wie er arbeitet.
Doktorarbeit veröffentlichen beim Tectum Verlag
Lassen Sie Ihre Arbeit nicht in einer Internet-Datenbank
versauern, sondern suchen Sie sich einen richtigen Verlag. Machen Sie aus Ihrer
wissenschaftlichen Arbeit ein schönes Buch und geben Sie als Autor das
Urheberrecht nicht gedankenlos weg. Eine Veröffentlichung in einem guten Verlag
zu guten Bedingungen ist für Sie auf Dauer viel wertvoller als eine
simple Listung in einer Internetdatenbank.
Der Tectum Verlag ist gemessen an den oben genannten Kriterien eine wirklich
gute Wahl.
Veröffentlichen Sie Ihre Doktorarbeit, Diplomarbeit oder
Magisterarbeit beim wissenschaftlichen Verlag Tectum in Marburg.
Ein Angebot für eine Veröffentlichung können Sie hier
anfordern.
Und wenn Sie unsicher sind oder weitere Fragen haben: Wir helfen Ihnen gerne
weiter.
|
Dissertation und Verlag
---------
Die häufigsten Fehler
bei der Veröffentlichung
einer Dissertation oder einer anderen wissenschaftlichen Arbeit
- Wertvolle Tipps -
|  |